Resonanzkatastrophe

12. September 2015

Ein paar weitere Details sind erledigt:

  • Brems- und Schaltzüge sind verlegt, dafür wurden Halter aus 6-mm-Flachstahl gebastelt, an denen die Zughüllen mit Kabelbindern fixiert werden
  • Die Schutzbleche sind montiert, auch dafür waren neue Halterungen notwendig
  • Die Vordergabel hat auf jeder Seite einen Lenkanschlag erhalten, damit die Lenkstange nicht an Rahmen und Schutzblech schlägt oder schlimmstenfalls das Vorderrad blockiert (Als Puffer dienen diese Gehäusefüße)
  • Die Lenkstange wurde umgebaut, sodass jetzt ein größerer Lenkeinschlag möglich ist, das erleichtert besonders das Rangieren


Jetzt zur

Resonanzkatastrophe:

Wider Erwarten macht nicht das Manövrieren in Kurven Probleme, sondern das (zügige) Geradeausfahren: Das Vorderrad fängt je nach Untergrund bei einer Geschwindigkeit von etwa 19…20 km/h stark an zu flattern, die Schwingung schaukelt sich auf und geht in den ganzen Rahmen über (»Lenkerflattern«, »wobble«, »shimmy«; Wikipedia: Lenkerflattern, Speed wobble)

Vermutlich trägt die Lenkstange, die wegen der vielen Knickstellen wenig Steifigkeit besitzt, entscheidend zu dem Effekt bei.
Geplante Gegenmaßnahmen:

  • Knickstellen verstärken
  • Zweite Lenkstange?
  • Lenkungsdämpfer?
  • Zweites Lager für die Lenkstange an der Front?

Hier ein Video, das das immer wieder aufschwingende Flattern zeigt:



State of the Lastenrad

10. August 2015

Zwischenstand: Es fährt tatsächlich

Erster Einsatz im Gütertransport

Erster Einsatz im Gütertransport

Die berüchtigten 80% sind geschafft. Das Rad fährt und das Eigengewicht ist nicht so hoch, dass keine Zuladung mehr möglich wäre (die Fahrt auf die Waage steht noch aus).

Ein paar Dinge, die sich bis jetzt gezeigt haben:

  • 20 Zoll vs. 24 Zoll Vorderrad: Das große Vorderrad macht die Anlenkung (zusammen mit der gewählen Konstruktion des Rahmens an der Front) doch etwas komplizierter. Mal sehen, was uns da noch einfällt.
  • Verlegung der Schaltzüge: Umwerfer gibt es sowohl für Schaltzüge, die unter dem Unterrohr verlaufen (Seilzug kommt von unten zum Umwerfer), als auch für welche, die an Oberrohr und Sitzrohr verlegt sind (Seilzug kommt von oben). Bei letzteren kommt man nicht dem angeschweißten neuen Unterrohr in die Quere (oder: Nabenschaltung/ kein Umwerfer sondern nur Schaltwerk hinten).1
  • Anbauteile wie zum Beispiel Schutzbleche frühzeitig einplanen, die brauchen immer mehr Platz als man am Schreibtisch so glaubt.

Als nächstes steht die Optimierung der Lenkmechanik an. Mit ein bisschen Glück kann noch ein größerer Lenkwinkel rausgeholt werden, was besonders beim Rangieren hilfreich wäre. Vielleicht wird es auch eine Konstruktion mit zwei Lenkstangen – einer auf jeder Seite – je nach dem, wie schwammig sich die neue Verison gibt.

Der Klappmechanismus des Ständers ist bereits gepunktet und funktioniert so weit. Wenn die endgültige Lage der neuen Lenkstange(n) geklärt ist, kann die Strebe, die die beiden Beine verbindet, folgen.

Erste Skizze zur Klappmechanik des Ständers:

Verfeinerung im 2D-…

… und 3D-Modell:

Und in Echt, eingeglappt,…

…ausgeklappt…

…und in Bewegung:

klipp-klapp


  1. Update Stellt sich raus: Es gibt auch Umwerfer, die beides können (Seilzug von oben oder unten kommend) und so einen haben wir sogar. Ein Problem weniger. 



Keep Calm And Weld On

17. Juni 2015

Ein paar Bilder vom (unerwartet flotten1) Baufortschritt.

Verlängerung des Gabelschafts

Für die Lenkung dienen zwei 1-Zoll-Gabeln als Gabelschaftspender (oben fürs Gewinde (grün), unten zum Aufpressen des Gabelkonus (pink)), in die Mitte kommt ein ½"-Rohr (Außendurchmesser 21,3 mm). An das ganze kommt oben der Lenker, unten der hintere Lenkhebel.

Gabelschaftverlängerung

Gabelschaftverlängerung

Hinterer Lenkhebel:

Hinterer Lenkhebel

Lenkhebel an der Vordergabel:

Lenkhebel vorne

Feinarbeit am Unterrohr

Das aus 40 × 40 mm Vierkant-Stahlrohr bestehende Unterrohr wird hinter dem Tretlager verschlossen.

Ladeflächenzusammenbau

Breitflanschträger – sehr praktisch!

Night-Welding:


  1. manchmal schneller als der Fotoapparat 



Happy Welding!

4. Juni 2015

Lenkrohr auffräsen

Weil wir für das vordere (kurze) und das hintere (lange) Steuerrohr leider kein 1-Zoll Geländerrohr (Außendurchmesser 33,7 mm, Wandstärke 2 mm, Innendurchmesser 29,7 mm), sondern nur 1-Zoll Rohr mit größerer Wandstärke (DIN 2440: Außendurchmesser 33,7 mm, Wandstärke 3,25 mm, Innendurchmesser 27,2 mm) bekommen konnten, musste zum Einpressen des 1-Zoll-Steuersatzes (Lagerschale Außendurchmesser: 30,2 mm) ein wenig Material weichen.

Das klappt auch mit der Halbrundfeile oder Drehbank, aber die erste Lösung ist mühsam (und evtl. ungleichmäßig) und wer hat schon eine Drehbank, wenn man sie mal braucht? Daher kam mal wieder eine Spezialkonstruktion zum Einsatz, mit der der Innendurchmesser Stück für Stück recht gleichmäßig aufgefräst wurde:

Steuerrohr auffräsen

Steuerrohr auffräsen

Steuerrohr auffräsen

Steuerrohr einpassen

Für das hintere Steuerrohr musste die Front des verbauten Fahrradrahmens etwas modifiziert werden. Zuerst per Hand (»Lass uns nicht zu viel weg nehmen«) …

Absägen des Rahmens von Hand

… dann mit maschineller Unterstützung.

Abflexen des Rahmens

Anpunkten & Schweißen

Ausrichten & Fixieren

Weld on

Hübsche Schweißnähte! All credit goes to Henrik.

Tipps für den autodidaktischen Einstieg ins Schweißen: Die Videos von weldingtipsandtricks.com und das Buch How To Weld. Leider gibt es bei beiden nur inch, Fahrenheit und pound per square inch statt Millimeter, Celsius und Bar ¯\(ツ)/¯.