Wer mit Plastik baut, baut zweimal

15. Mai 2016

Die Plastikprofile am vorderen Lager der Lenkstange waren dem harten Lastenradalltag nicht gewachsen und wurden jetzt gegen 10×3-mm-Messingprofil ersetzt.

Bis auf eine gebrochene Schweißnaht – Schutzblechhalterung, aus der Kategorie »muss ja nichts halten« (merke: nicht erst schlecht schweißen und dann alles schön glatt feilen) – gibt es bisher keine Probleme im täglichen Einsatz.

Hier noch ein paar Bilder:



Trari-Trara-Transportrad!

19. Dezember 2015

Das Rad ist zurück vom Pulverbeschichten und erstrahlt in dezentem Blaugrau (RAL 7031).

Der Rahmen bringt 14,5 kg auf die Waage, insgesamt wiegt das gesamte Rad 32,5 kg. Dafür, dass die Konstruktion immer nach dem Motto »Gewicht spielt keine Rolle« verlief, gar nicht so schrecklich viel. Um das etwas einordnen zu können: Das Bullitt liegt bei ca. 22 kg, das Urban Arrow bringt es mit E-Motorisierung auf ca. 43 kg.

Hier noch einige Daten und vor allem Bilder:

Was? Wie viel?
Länge über alles 2620 mm
Laufradgröße vorne 24 Zoll
Laufradgröße hinten 26 Zoll
Radstand 1960 mm
Ladefläche 460 mm × 697 mm
Gewicht 32,5 kg
Farbe Blaugrau1 (RAL 7031)



















Die Zeichnung als pdf:


  1. Je nach Licht mit leichtem Grünstich 



Steht wie ne Eins

24. November 2015

Ein paar Details zur Ständerkonstruktion (die erste Inspiration zur Mechanik kam aus diesem Foreneintrag):
Der Ständer besteht im Wesentlichen aus 20-mm-Vierkantstahl, im Bereich des Gelenks ist 3 mm starker Flachstahl angeschweißt.

Sofern der eingesetzte Browser mitspielt, hier das 3D-Modell:

Gelenk

Das Gelenk bildet eine M8-Schraube, die in einem Edelstahlrohr (Innendurchmesser 8 mm, Außendurchmesser 10 mm) läuft. Dazu noch ein paar Unterlegscheiben und Kontermuttern:

Die Gelenkplatte ist aus 3 mm starkem Flachstahl gefertigt. Zuerst hatten wir für die Schrauben (Gelenkachse und Einhängepunkt der Feder) nur Gewinde in den Flachstahl geschnitten. Die Gewinde in dem recht weichen und dünnen Stahl überlebte das mehrmalige Ein- und Ausbauen des Ständers aber nicht. Durch jeweils aufgeschweißte M8-Muttern ist das ganze jetzt wesentlich stabiler.

Feder

Damit der Ständer sowohl im ein-, als auch im ausgeklappten Zustand sicher hält, kommen zwei Zugfedern für Mofaständer (Länge 92 mm, Durchmesser 12 mm) zum Einsatz. Die Spannung lässt sich über Ösenschrauben justieren.

Anschlagpuffer

Um den Lack zu schonen sind an den entsprechenden Endpositionen Gummipuffer (Durchmesser 15 mm, Dicke 5 mm; werden auch unter der Bezeichnung »Schwingungsdämpfer« gehandelt) in den Rahmen geschraubt.

Kufen

Damit der Ständer nicht gleich dem Rost zum Opfer fällt, haben wir ihm austauschbare Edelstahlkufen spendiert. Gebogen wurden die Kufen aus 3×20-mm-Flachstahl im Schraubstock. Eine kleine Pappschablone leistet gute Dienste, um das einmal ausgerichtete Stahlstück zum Überprüfen des Winkels nicht immer aus- und wieder einspannen zu müssen. Das Biegen erfolgt dann mit einem Präzisionsbiegewerkzeug1.
Zwischen die austauschbare Edelstahlkufe und das angeschweißte Gegenstück kommt noch ein Rest Fahrradschlauch, damit der Lack geschont wird.

Die Zeichnungen als pdf:


  1. Hammer 



Ausgeflattert

1. Oktober 2015

Das Flattern des Vorderrads ist unter Kontrolle. Juhu.

Erste Maßnahme: Versteifung der Lenkstange mit 3-mm-Flachstahl in den Knickstellen:

Hat zwar ein bisschen geholfen, reichte aber noch nicht.

Zweiter Ansatz: Lagerung der Lenkstange an der Front, um das Schwingen der Stange in vertikaler Richtung (was auch zur Lenkbewegung beiträgt) zu verhindern.

Ein erster Test mit einem schnell zusammengeschusterten »Lager« aus Spanplattenresten verlief vielversprechend:

Eine etwas verfeinerte Version noch mit Holzrahmen aber bereits einstellbaren Gleitflächen:

Und schließlich die endgültige Version mit Stahlrahmen. Die Einmachring-Unterlegscheiben werden noch gegen »richtige« U-Scheiben aus Gummi getauscht, die Muttern durch selbstsichernde ersetzt.

Durch die zwei Gewindestangen kann die Reibung zwischen Lager und Lenkstange eingestellt werden. Außerdem kann so einfach der vertikalen Bewegung des Lenkgestänges gefolgt werden. Die Gleitfläche der Lenkstange soll aus aufgeschraubten Kunststoffprofilen1 bestehen, um das (später hoffentlich mal) lackierte oder pulverbeschichtete Gestänge zu schonen.